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Funktionsbereiche

 

Natürlich ist mit ihrem Aufenthalt auf der Station einer klinischen Einrichtung eine Vielzahl von Untersuchungen verbunden. Geht es doch darum, Ihren Gesundheitszustand auf „Herz und Nieren" zu überprüfen. In der Regel sind diese Maßnahmen schmerzfrei. Damit Sie genau wissen, was und wer in den nächsten Tagen auf Sie zukommen kann, erläutern wir hier die zur Diabetestation gehörenden Funktionsbereiche.


Elektrokardiogramm (EKG)

Wie die Abkürzung vermuten lässt, bedeutet diese Untersuchung Echt Keine Gefahr. Beim EKG wird die Funktionsfähigkeit Ihres Herzens überprüft. Herzerkrankungen und Veränderungen am Organ können so erkannt und damit behandelt werden.


Augenambulanz

Bei Patienten mit Diabetes kommt es leider häufig zu Augenerkrankungen. Um diese Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen oder zu behandeln, werden Sie auch in unserer Augenklinik routinemäßig vorgestellt.

Messung der Sehstärke in der Augenambulanz

Sonographie (Ultraschalluntersuchung)

Was den Fledermäusen recht ist, ist der Medizin billig. Mit Ultraschallwellen bekommt man ein Bild von Dingen, die sonst im Verborgenen liegen. Organe wie Herz (Echokardiographie), Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Galle und Harnblase können gefahrlos und schmerzfrei untersucht werden. Durch einen Schallkopfwerden die Schallwellen ausgesandt und reflektiert. Moderne Computertechnik rechnet die reflektierten Schallwellen um und reproduziert die Daten zu einem Bild.


Röntgen

Röntgenbildanalyse

Die Strahlenbelastung ist bei den modernen Röntgengeräten sehr gering geworden. Da wir aber jede unnötige Strahlenbelastung vermeiden wollen, werden wir nur dann röntgen, wenn es aufgrund Ihrer Krankheit wirklich nötig ist. Untersucht werden alle Organe und das Skelett. Bei der Untersuchung der Organe ist häufig die Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln notwendig, um die Organe darstellen zu können. Bitte sagen Sie uns, ob Sie eine Jodallergie oder eine Schilddrüsenerkrankung (Kropf) haben. Auch diese Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei.


Endoskopie (Spiegelung von Organen)

Mit der Spiegelung von inneren Organen können Veränderungen an Magen, Darm, Galle und Bauchspeicheldrüse festgestellt werden. Durch einen flexiblen Schlauch wird eine Optik (Kamera) in das zu untersuchende Organ (z. B. den Magen) eingeführt. Es ist gleichzeitig möglich, kleine Eingriffe durchzuführen oder Probegewebe für weitere Untersuchungen zu entnehmen. Bei Darmuntersuchungen muss der Darm vor der Untersuchung gründlich gereinigt werden. Hierzu muss der Patient viel Flüssigkeit trinken. Vor der Magenspiegelung darf nichts gegessen werden, da der Arzt sonst nichts erkennen kann. Viele Patienten beschreiben eine Endoskopie im Nachhinein als „gar nicht so schlimm". Vor einer solchen Untersuchung werden Sie von Ihrem behandelnden Arzt ausführlich über die bevorstehenden Maßnahmen aufgeklärt. Außerdem wird Ihnen vor diesem Eingriff ein leichtes Beruhigungsmittel gespritzt.


Chirurgische Ambulanz

Durch einen schlecht eingestellten Diabetes kommt es häufig zu Folgeerkrankungen an den Füßen, dem diabetischen Fußsyndrom. Die Behandlung des diabetischen Fußes ist sehr vielfältig, und Operationen bzw. Teilamputationen sind bei fortgeschrittenen Veränderungen manchmal nicht zu vermeiden. Die Operationen werden in der Allgemeinchirurgischen Klinik (Chefarzt Prof. Dr. Köckerling) und in der Unfallchirurgischen Klinik (Chefarzt Dr. Westermann) durchgeführt.

Labor

Laborantinnen bei der Arbeit

Hier sind nicht Sie selbst anwesend, sondern das Ihnen entnommene Blut und abgegebene Urinproben. Natürlich ist es aber interessant zu wissen, was alles mit diesen Substanzen geschieht. Bei der Blutuntersuchung werden routinemäßig folgende Werte bestimmt: Blutzuckerlangzeitwert (HbA1c), Blutfette, Blutbild, Blutgerinnung, Elektrolyte, Leberwerte, Entzündungsparameter (CRP und BKS) und Krankheitskeime. Diese Auswertungen gehören zum Routineprogramm, natürlich gibt es noch andere Blutuntersuchungen. Sie werden individuell vom Arzt angeordnet.

Der Begriff Diabetes mellitus (süßer Urin oder honigsüßer Durchfluss) besagt es bereits: bei der Erkrankung kommt es auch zur Zuckerausscheidung im Harn. Zucker ist ein beliebter Nährboden für Krankheitskeime. Die Ausscheidung von Mikroalbumin ist ein Vorbote der Niereninsuffizienz (ungenügende Leistung des Organs) bei Diabetikern. Die Untersuchung des Urins ist also ein wichtiger Bestandteil bei der Diagnostik und Behandlung von Diabetikern. Routinemäßig erfolgt die Bestimmung des Urinstatus (Kontrolle der Urinbestandteile wie Zucker, Leukozyten) und der Albumine im Urin (Eiweißausscheidung im Urin).

Die Analyseverfahren verbessern sich ständig und es gibt immer mehr Möglichkeiten, Veränderungen im Blut und Urin festzustellen. Das computergestützte System des Labors ermöglicht zum Beispiel in Notfällen, einen Laborbefund innerhalb von 15 Minuten an die Station zu liefern.

 

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