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Medizinische Klinik - Haltenhoffstraße 41 - D 30167 Hannover     


Aktuelles aus der Endokrinologie

Empfehlungen der AMERICAN ASSOCIATION OF CLINICAL ENDOCRINOLOGISTS zur Schilddrüsenhormontherapie in der Schwangerschaft

 
Fakten
  • Eine subklinische Hypothyreose (erhöhtes basales TSH, normale Schilddrüsenhormonkonzentrationen) und nach-weisbare Schilddrüsenautoantikörper während der Schwangerschaft müssen als Hinweise auf eine beein-trächtigte neurologische Entwicklung des Neugeborenen gewertet werden:

  • Kinder von Frauen mit erhöhtem TSH während der Schwangerschaft zeigten in Intelligenztesten ( im Alter von 7 – 9 Jahren ) ein Ergebnis, das 7 Punkte unter denen von Frauen mit normalem TSH lag.

  • 19 % der Kinder von Frauen mit erhöhtem TSH während der Schwangerschaft wiesen einen IQ von < 85% auf, aber nur 5 % der Kinder von Frauen mit normalem TSH

  • 64 % der Frauen mit erhöhtem TSH während der Schwangerschaft entwickelten innerhalb von 11 Jahren auch klinisch eine Hypothyreose, aber nur 4 % der Frauen des Kontrollkollektivs.
Empfehlung
  • In der Frühschwangerschaft sollte bei allen Frauen mit der Bestimmung des basalen TSH eine latente Hypothyreose ausgeschlossen werden.

  • Bei allen Frauen mit

    • erhöhten Schilddrüsenautoantikörpern schon vor der Schwangerschaft,
    • einer familiären Belastung in Bezug auf Autoimmun-erkrankungen der Schilddrüse
    • einer Struma,
    • klinischen Zeichen einer Hypothyreose,
    • einer familiären Häufung von Schilddrüsen-erkrankungen

      muß eine Bestimmung des basalen TSH erfolgen.

  • Frauen mit erhöhtem basalen TSH sollten eine Substitutionstherapie mit Thyroxin erhalten bis zum Erreichen eines normalen basalen TSH.

  • Da der Bedarf an Schilddrüsenhormonen während der Schwangerschaft wächst, muss bei substituierten Frauen die Gabe von Schilddrüsenhormonen angepasst werden.

  • Frauen mit normalem basalem TSH aber erhöhten Schilddrüsenautoantikörpern vor oder während der Schwangerschaft sollten postpartal und langfristig nachgesorgt werden, da sie relativ häufig eine Post-Partum-Thyreoiditis bzw. eine Hypothyreose entwickeln.

  • Bei Frauen mit Kinderwunsch sollte eine TSH-Bestimmung vorgenommen werden, damit auch eine subklinische Hypothyreose frühzeitig diagnostiziert und schon vor der Schwangerschaft behandelt werden kann.










Schilddrüse




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