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- Hormone sind Botenstoffe, die in extrem niedriger
Konzentration von verschiedenen Organen ins Blut abgegeben werden und
sich über den Kreislauf im ganzen Körper verteilen können. Die Wirkung
der Hormone wird zum Teil wieder über andere Botenstoffe vermittelt,
die in verschiedenen Organen ganz unterschiedliche Effekte haben können.
- Daraus ergibt sich, dass sich beim Nachweis und
der Konzentrationsbestimmung der Hormone ganz andere Probleme ergeben
können als bei der Messung anderer Substanzen im Blut.
- Bei der Hormonbestimmung kommt es zunächst
einmal ganz entscheidend darauf an, den richtigen Zeitpunkt der Blutentnahme
zu wählen. Zum Beispiel schwankt die Konzentration der weiblichen Hormone
innerhalb des normalen Zyklus so stark, dass zu manchen Zeitpunkte ein
nicht messbarer Wert ein völlig normales Ergebnis sein kann.
- Viele Hormone halten sich im Blut nur über sehr
kurze Zeiten, müssen praktisch sofort nach der Blutentnahme tiefgefroren
werden und vertragen auf keinen Fall lange Lagerungs- oder Transportzeiten.
- Die Interpretation von Ergebnissen der Hormonuntersuchungen
erfordert die genaue Kenntnis über all diese Voraussetzungen nicht nur
in der Theorie, sondern auch im konkreten Prozessablauf. Einfach ausgedrückt
heißt das:
- Der Arzt, der mit der Patientin oder dem Patienten
die Ergebnisse der Hormonuntersuchungen bespricht, muss gute Kenntnisse
darüber haben, wie die Werte zustande gekommen sind, ansonsten sind
Fehlinterpretationen nicht zu vermeiden.
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