Internistische Intensiv- und Beatmungsmedizin
Mit zunehmender Technisierung und Invasivität der Intensivmedizin steigt die Anzahl der beatmeten Patienten, deren Entwöhnung vom Beatmungsgerät schwierig ist. Insbesondere gilt dies für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, bei der Langzeitbeatmung von > 21 Tage mit einer Letalitätsrate von mehr als 50% verbunden ist.
Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Therapie von Patienten, die auswärts nicht vom Beatmungsgerät entwöhnt werden können. Sie werden im pneumologischen Bereich unserer interdisziplinären Intensivstation, der angeschlossenen Intermediate-Care-Station und auf der Normalstation mit Schwerpunkt "Heimbeatmung" behandelt.
Es ist bekannt, dass abhängig von der Grunderkrankung in spezialisierten Zentren etwa 50% der auswärts langzeitbeatmeten Patienten doch noch erfolgreich vom Respirator entwöhnt werden können. Bestehen während der Spontanatmung nach erfolgreichem Weaning weiterhin Zeichen der Überlastung und/oder reduzierten Kapazität der Atemmuskulatur, wird eine intermittierende Selbstbeatmung (auch"Heimbeatmung" genannt) begonnen.
Wesentliche Voraussetzung für den Behandlungserfolg sind vor allem langjährige Erfahrung von Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten auf diesem Gebiet.
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